BIOVARYA Outreach Event
Netzwerk-Ausbau: BIOVARYA veranstaltet erfolgreiches Outreach-Event für die kenianische Biogasbranche
Am 19. Februar 2026 veranstaltete die Technical University of Kenya (TU-K) ein virtuelles Informations-Event, um den kenianischen Biogassektor strategisch zu stärken und weiter auszubauen. Mit 30 hochkarätigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern setzte die Veranstaltung einen wichtigen Meilenstein, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie anzukurbeln und das BIOVARYA-Netzwerk über seine bisherigen Grenzen hinaus zu erweitern.
Das Online-Treffen vernetzte erfolgreich lokale Biogasunternehmen, akademische Institutionen und deutsche Akteure. Zu den namhaften Vertretern aus der Wissenschaft und dem öffentlichen Sektor gehörten die USIU-Africa, das Nairobi Technical Polytechnic, die TU-K, die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) sowie die Ibn Tofail Universität in Marokko. Auch die Privatwirtschaft war durch führende, in Kenia aktive Branchengrößen stark vertreten – darunter Flexi Biogas, Farmgas Africa, Sistema.bio, Greenyard Limited und Greenleaf Limited.
Ein besonderer Meilenstein der Veranstaltung war das deutliche Interesse kenianischer Biogasunternehmen an einer Zusammenarbeit mit Forschungs- und akademischen Einrichtungen wie der TU-K und dem KIRDI. Ziel ist die Entwicklung von Lösungen zur Optimierung der Leistung und des Designs von Biogasanlagen. Als wichtiges Bindeglied der Regierung zur Industrie eröffneten die Biogas- und Politikexperten des KIRDI neue Wege für die zukünftige Kooperation. Die Akteure traten in einen essenziellen Austausch über Substratanalysen und Tests des biochemischen Methanpotenzials (BMP) ein. Zudem sprachen sie dringende regulatorische Hürden an, wie das aktuelle Fehlen von Qualitätsstandards für Gärreste bei der Verwendung als Düngemittel.
Als praxisnahen Höhepunkt präsentierte die TU-K ihren neu angeschafften automatischen BMP-Analysator, der mit Unterstützung des BIOVARYA-Projekts beschafft wurde. Von dem TU-K-Wissenschaftler und Masterstudenten Josphat Mibei erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die fortschrittlichen Funktionen des Geräts. Die Anlage wird die lokale Substratforschung durch verlässliche, international validierte Ergebnisse massiv voranbringen und damit eine kritische Datenlücke in der Region schließen.
Die Veranstaltung endete mit einem starken Konsens: Wissenschaft, Industrie und internationale Partner müssen ihre Beziehungen weiter vertiefen, um das nachhaltige und langfristige Wachstum des kenianischen Biogassektors zu sichern. Mit Blick nach vorn betonten die Teilnehmenden, wie dringend notwendig es sei, den Aufbau eines starken nationalen Biogasverbandes voranzutreiben und gleichzeitig das Technologiebewusstsein sowie die gezielte Forschung zu stärken, um das volle Potenzial der Bioenergie in Kenia auszuschöpfen.






